Statische vs. Dynamische Barrierefreiheitserklärungen: Die Compliance-Falle des § 14 BFSG
Ein zentraler Bestandteil der neuen Pflichten im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist die Barrierefreiheitserklärung – ein Dokument, das auf Ihrer Website oder App öffentlich zugänglich sein muss. Doch es gibt eine Anforderung, die viele übersehen: Laut § 14 BFSG muss diese Erklärung regelmäßig aktualisiert werden.
Das Problem der statischen Momentaufnahme
Viele Unternehmen behandeln eine Barrierefreiheitserklärung wie eine Datenschutzerklärung – einmal schreiben und dann vergessen. Dies ist ein "statischer" Ansatz. Eine statische Erklärung basiert auf einem einmaligen Audit. Sie beschreibt den Zustand Ihrer Website an einem ganz bestimmten Tag im Oktober.
Das Problem dabei? Moderne Websites sind niemals statisch. Jedes Mal, wenn Sie ein neues Produkt in Ihren Online-Shop hochladen, einen Blog-Beitrag veröffentlichen oder Ihren Cookie-Banner aktualisieren, ändert sich die Barrierefreiheit Ihrer Seite.
Wenn Ihre statische Erklärung behauptet, Sie seien zu 100 % konform, aber ein neues Update eine Tastaturfalle oder fehlende Alternativtexte einführt, ist Ihre Erklärung rechtlich unzutreffend. Im deutschen Markt, in dem Abmahnungen ein reales Risiko darstellen, ist ein veraltetes Compliance-Dokument eine offene Einladung für rechtliche Auseinandersetzungen.
Die dynamische Lösung: Transparenz in Echtzeit
Eine dynamische Erklärung, oder ein "Live Statement", ist ein lebendes Dokument. Es ist direkt mit automatisierten Überwachungstools verknüpft, die Ihre digitalen Inhalte im Hintergrund scannen. Wenn eine neue Barriere gefunden wird, aktualisiert das System die Erklärung, um den aktuellen Status widerzuspiegeln. Wenn ein Entwickler einen Fehler behebt, wird der "Live"-Status sofort wiederhergestellt.
Dieser Ansatz bietet Ihrem Unternehmen drei entscheidende Vorteile:
Gewährleistung der Rechtskonformität
Sie erfüllen automatisch die Pflicht zur "regelmäßigen Aktualisierung" gemäß § 14 BFSG, ohne selbst aktiv werden zu müssen.
Senkung der Wartungskosten
Manuelle Audits können pro Zyklus weit über 10.000 € kosten. Dynamisches Monitoring reduziert die Notwendigkeit für häufige, umfassende manuelle Revisionen, da einfache Fehler automatisch erkannt und dokumentiert werden.
Aufbau von Nutzervertrauen
Menschen mit Behinderungen sind auf genaue Informationen angewiesen. Wenn ein bestimmter Teil Ihrer Website derzeit nicht barrierefrei ist, sagt ein Live Statement ihnen genau, was sie zu erwarten haben. Das vermeidet Frustration und zeigt echtes Engagement für Transparenz.
Warum KMU und Agenturen umsteigen
Für Digitalagenturen ist die Verwaltung statischer Erklärungen für 50 verschiedene Kunden ein administrativer Albtraum. Durch die Nutzung der Live-Statement-Funktion von navable können Agenturen "Compliance-as-a-Service" anbieten. Die Software übernimmt die mühsame Überwachung und Dokumentation, sodass sich die Agentur auf die kreative Entwicklung konzentrieren kann, während ihre Kunden rechtlich abgesichert bleiben.
Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt mehr, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Eine dynamische Erklärung ist der einzige skalierbare Weg, um zu beweisen, dass Sie diese Anstrengung jeden einzelnen Tag unternehmen.
Checkliste: Statisch vs. Dynamisch im Vergleich
Statische Barrierefreiheitserklärung
- ❌ Basiert auf einmaligem Audit
- ❌ Veraltet bei jedem Website-Update
- ❌ Hoher manueller Wartungsaufwand
- ❌ Abmahnrisiko durch veraltete Angaben
- ❌ Keine automatische § 14 BFSG Konformität
Dynamische Barrierefreiheitserklärung (Live Statement)
- ✅ Echtzeit-Updates durch automatisches Monitoring
- ✅ Immer aktueller Compliance-Status
- ✅ Erfüllt automatisch § 14 BFSG Aktualisierungspflicht
- ✅ Reduziert Audit-Kosten um bis zu 70%
- ✅ Maximale Transparenz für Nutzer:innen
- ✅ Minimiert rechtliches Risiko
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