Barrierefreiheitserklärung für öffentliche Stellen
Für öffentliche Stellen des Bundes regelt § 7 BITV 2.0 die Erklärung zur Barrierefreiheit. Diese Pflicht folgt nicht aus dem BFSG-Stichtag am 28. Juni 2025. Für öffentliche Stellen der Länder ist das jeweilige Landesrecht zu prüfen.
Was ist eine Barrierefreiheitserklärung und warum ist sie entscheidend für die digitale Inklusion?
Die Barrierefreiheitserklärung informiert Nutzer und Stakeholder über den aktuellen Stand der Barrierefreiheit, bekannte Barrieren und Kontaktwege:
Aktueller Stand der Barrierefreiheit Deiner Website oder App
Einhaltung der WCAG 2.1 und DIN EN 301 549 – grundlegende
- Standards für digitale Barrierefreiheit
Identifizierung von Barrieren und geplanten Verbesserungsmaßnahmen
- Feedback-Möglichkeiten für Nutzer mit Einschränkungen
Beschwerdeverfahren und Durchsetzungsmechanismen nach den für die öffentliche Stelle geltenden Vorgaben
Grundlegende Anforderungen an die Barrierefreiheitserklärung: Transparenz & Nachvollziehbarkeit
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Objektive Bewertung: Die Erklärung muss eine tatsächliche Einschätzung darüber enthalten, inwieweit die Barrierefreiheitsanforderungen erfüllt sind.
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Angabe von Einschränkungen: Falls bestimmte Bereiche nicht barrierefrei gestaltet sind, müssen die Gründe nachvollziehbar dargelegt werden.
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Leichte Zugänglichkeit: Die Barrierefreiheitserklärung muss von der Startseite und allen Unterseiten einer Website aus auffindbar sein.
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Regelmäßige Aktualisierung: Mindestens einmal pro Jahr muss eine Überprüfung und ggf. Anpassung erfolgen.
Inhaltliche Anforderungen der Barrierefreiheitserklärung: Vollständige Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, muss die
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Barrierefreiheitserklärung eine Reihe von wichtigen Inhalten aufweisen:
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Einfache Auffindbarkeit: Die Erklärung muss direkt von der Homepage sowie allen Unterseiten erreichbar sein.
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Barrierefreies Format: Die Erklärung muss für alle Nutzer zugänglich sein und, falls erforderlich, auch in einem maschinenlesbaren Format vorliegen.
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Transparente Informationen zur Barrierefreiheit:
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Auflistung der nicht barrierefreien Inhalte.
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Begründung, warum bestimmte Inhalte nicht vollständig barrierefrei sind.
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Falls vorhanden: Hinweise auf barrierefreie Alternativen.
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Nachweis der Bewertung: Es muss offengelegt werden, mit welcher Methode die Barrierefreiheit überprüft wurde.
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Feedback-Option: Nutzern muss eine elektronische Kontaktmöglichkeit geboten werden, um Barrieren zu melden oder Informationen anzufordern.
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Hinweise zum Schlichtungsverfahren:
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Erklärung, wie das Verfahren zur Konfliktlösung funktioniert.
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Verlinkung zur zuständigen Schlichtungsstelle für weiterführende Informationen.
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Was eine hilfreiche Erklärung leistet
Eine Erklärung nennt bekannte Barrieren, beschreibt die Prüfgrundlage und zeigt, wie Menschen Unterstützung erhalten oder Barrieren melden können. Sie dokumentiert den Stand der Prüfung; sie beseitigt die beschriebenen Barrieren nicht.
Stelle zuerst die Prüfgrundlage zusammen: Der Website-Test-Leitfaden erklärt den Ablauf, der WCAG-Hub die technischen Kriterien. Mit dem Erklärung-Generator erstellst Du aus dokumentierten Befunden einen Entwurf. Prüfe vor der Veröffentlichung die für Deine öffentliche Stelle geltenden Vorgaben und Kontaktwege.
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